
Internationale Reiseveranstalter engagieren sich zum Schutz der Kinder vor
sexueller Ausbeutung
Das UN-Kinderhilfswerk, UNICEF, schätzt, dass weltweit mindestens zwei Millionen
Kinder und Jugendliche gezwungen sind bzw. werden, ihren Lebensunterhalt mit
Prostitution zu verdienen. Durch die steigende Nachfrage von Touristen aus
westlichen Industrieländern hat diese Form der Ausbeutung und des Missbrauchs
von Kindern in einigen Regionen dieser Welt in den vergangenen Jahren stark
zugenommen. Am stärksten betroffen sind dzt. Kinder und Jugendliche in
Südostasien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa. Für ein paar Dollar werden in
diesen Ländern täglich Kinder zwischen 6 und 16 Jahren von Touristen sexuell
missbraucht. Die Opfer werden leider immer jünger. Der Tourismus ist nicht
ursächlich schuld an diesem Problem, doch erleichtert die weltweit boomende
Tourismuswirtschaft auch die Reisetätigkeit mancher rücksichtsloser Touristen.
Und leider gibt es auch – wenngleich wenige – dubiose, meist unbekannte
Reisevermittler, die aus diesen kriminellen Absichten ihrer Kunden Profit
schlagen. Die überwiegende Mehrheit der bekannten Reiseveranstalter verurteilt
dieses Verhalten von manchen Touristen und grenzt sich strikt gegenüber
„schwarzen Schafen“ innerhalb der Reisebranche ab.
Seit 1997 wird Missbrauch von Kindern und Minderjährigen, der von Österreichern
im Ausland begangen wird, auch in Österreich strafrechtlich verfolgt.
1998 wurden der „Code of Conduct for the Protection of Children from
Sexual Exploitation in Travel and Tourism“ von ECPAT Schweden und in
Zusammenarbeit mit der WTO/OMT entwickelt. Seither wurde er in 6 europäischen
Ländern, darunter auch Österreich, und verschiedenen Reisedestinationen von
Reiseunternehmen und Verbänden umgesetzt. Die WTO/OMT und zahlreiche
internationale Dachverbände der Tourismuswirtschaft haben sich zu einem
gemeinsamen Auftreten gegen jegliche Form der sexuellen Ausbeutung von Kindern
und jungen Menschen im Tourismus ausgesprochen. Ziel des
Verhaltenskodex (Code of Conduct) der Tourismusindustrie
zum Schutz der Kinder
vor sexueller Ausbeutung durch Touristen
ist es, durch konkrete Maßnahmen, wie Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit,
dieses Verhalten von Touristen zu stoppen bzw. zumindest zu erschweren. Durch
gezielte Aufklärung sollen Reisende zum einen auf das Thema aufmerksam werden,
zum anderen aber auch Hilfestellung erhalten, WIE sie reagieren können, wenn sie
als Reisende verdächtige Annäherungen von Erwachsenen an Kinder beobachten oder
gar unverschuldet ZeugInnen einer kriminellen Handlung gegenüber Kindern werden.
Das sind die Kriterien des Verhaltenskodex:
Auf internationaler Ebene wurde der Kodex seit 1999 von mehr
als 240 renommierten Reiseunternehmen aus 21 Ländern wie etwa Carlson, Hotelplan
Schweiz, DRV, einzelne nationale TUI Unternehmen u. a. sowie von Hotelketten wie
etwa der ACCOR Asia Group implementiert. Auch Verbände, wie etwa die Tour
Operator Initiative (TOI) sind dem Kodex beigetreten.
Ein internationales Sekretariat des Code of Conduct wird von WTO, UNICEF und
ECPAT unterstützt und koordiniert die Weiterentwicklung des Kodex. Kontakt:
www.thecode.org
In Österreich haben 2001 beide Dachverbände der
Tourismuswirtschaft, ÖRV (Österreichischer Reisebüroverband und ÖVT
(Österreichischer Verein für Touristik) den „Verhaltenskodex zum Schutz der
Kinder“ mit respect , Mitglied von ECPAT Österreich, unterzeichnet. Damit sind
auch alle Mitglieder der Verbände aufgerufen sich aktiv an den
Umsetzungsmaßnahmen zu beteiligen.
Die Thomas Cook
Austria AG ist Mitglied des ÖRV und unterstützt Maßnahmen zum
Schutz der Kinder.
Was Sie tun können, um Kinder in Urlaubsdestinationen zu schützen:
Downloads:
Verhaltenskodex
zum Schutz der Kinder
Freiwillige Selbstverpflichtung des ÖRV (Österreichischer Reisebüro- und
Reiseveranstalterverbandes) und seiner Mitglieder aus 2001
ECPAT-Broschüre
"Hinschauen
statt Wegschauen"
Grundinformation und Tipps für Reisende zum Kinderschutz
"12
weitverbreitete Irrtümer"
Die gängigsten Irrtümer zum Thema Kindersextourismus
"Zeigen
Sie Zivilcourage - auch im Urlaub"
Folder mit Handlungsanleitung im Verdachtsfall
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Information:
www.ecpat.at , www.ecpat.net , www.thecode.org Email: info@ecpat.at Telefon: 01 895 62 45-13 |
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